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Welchen Platz hat die Mediation bei Zwangsheiraten?

Die meisten Institutionen, die im Bereich Zwangsheirat tätig sind, zeigen sich Mediation gegenüber sehr zurückhaltend. Gewalt gegenüber jungen Menschen, die von einer Zwangsheirat betroffen sind, kann sich nach einem Mediationsversuch nämlich manchmal auf fatale Weise verschlimmern. Die externe Person wird oft als ein Eindringling wahrgenommen, der sich in private Familienangelegenheiten einmischt, die ihn nichts angehen. In patriarchalen Traditionen kann die Anwesenheit einer solchen externen Person sogar einem Ehrverlust gleichkommen.

Doch welche Alternativen gibt es angesichts der Gefahren einer direkten Mediation?

  • Indirekte Mediation: Nachdem die hilfesuchende Person von einer Fachperson beraten wurde, sucht sie selbst mit ihrer Familie das Gespräch.
  • «Pendel-Mediation»: Die Mediatorin oder der Mediator steht mit der betroffenen Person und parallel dazu auch mit deren Familie im Kontakt – sie oder er «pendelt» also zwischen den konfliktbetroffenen Personen hin und her.

Ein Mediationsverfahren ist auf jeden Fall nur einzuleiten, wenn die Person, die unter Zwang steht, dies wirklich explizit wünscht. Es ist ausserdem nur von einer Fachperson zu leiten, die über die erforderlichen Kompetenzen und die nötige Erfahrung verfügt.

Im nebenstehenden Themenblatt erfahren Sie mehr dazu. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!

 

Veröffentlicht am 21. September 2020

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